Nachbericht Ladeinfrastruktur für Kommunen im Landkreis Rosenheim

Titelfolie zur Fachveranstaltung

Nachbericht zur Fachveranstaltung „Ladesäuleninfrastruktur für Kommunen im Landkreis Rosenheim“

Die Arbeitsgruppe E-Mobilität der Initiative Energiezukunft Rosenheim (ezro) veranstaltete gemeinsam mit dem Landkreis Rosenheim am 6. Mai 2019 im Landratsamt eine Fachveranstaltung „Ladesäuleninfrastruktur für Kommunen im Landkreis Rosenheim“.

Zielgruppe waren in erster Linie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sowie fachlich zuständige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Geschäftsleitung, Bauamt, Tiefbau, technischer Bereich und ebenso die Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager der Kommunen.

Das Programm mit hochwertigen Fachvorträgen stieß auf ein breites Interesse und so konnte der stellvertretende Landrat Dieter Kannengießer die Teilnehmer in einem beinahe voll besetzten Großen Sitzungssaal begrüßen. In einem Impulsvortrag stellte Prof. Dr. Bücker von der TH Rosenheim die Ergebnisse einer Umfrage zum Stand der Elektromobilität bei den Kommunen des Landkreises und der Stadt Rosenheim vor. Eine Kernaussage war hier, dass neben Informationsaustausch und Finanzierungsmodellen vor allem das Thema Ladeinfrastruktur ein Schwerpunkt ist. Die Herausforderungen, die der Aufbau einer E-Ladeinfrastruktur mit sich bringt, erläuterte Anton Rahm von Duschl Ingenieure anschließend in seinem Vortrag. Dabei beschrieb er die technischen Voraussetzung sowie die jeweiligen Module einer Ladestation und zeigte mögliche Kostenfallen auf. Die Frage, welche Standorte für eine öffentliche Ladesäule sinnvoll sind, konnte Matthias Trenkler von landmobile beantworten und richtete das Augenmerk darauf, was hier aus Benutzersicht beachtet werden sollte. Aber gibt es denn überhaupt genügend Strom für alle Ladestationen? Die Antwort war „Ja!“. Alexander Usselmann von Bayernwerk beschrieb die E-Mobilität aus Sicht des Netzbetreibers und informierte u. a. über die Herausforderungen des Strombezugs der E-Fahrzeuge, über intelligente Ladesysteme und wann ein Netzausbau erforderlich werden würde. Über die Anwendung des Elektromobilitätsgesetzes und welche Erfahrungen mit den einzelnen Regelungen in der Praxis gemacht wurden, berichtete Jürgen Schmiele vom Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt München. Auch Josef Allio von den Stadtwerken Wasserburg konnte direkt aus der Praxis erzählen: Die Stadtwerke Wasserburg haben bereits mehrere E-Ladesäulen errichtet und dafür eine Förderung beantragt. Aus sozusagen „erster Hand“ erfuhren die Teilnehmer, welche Fördermöglichkeiten es gibt und was es dabei zu beachten gilt. Der informative Nachmittag endete mit einem Erfahrungsaustausch mit den Experten. Unterstützt wurde die Expertenrunde durch Prof. Dr. Krommes von der TH Rosenheim, die die Zukunft öffentlicher Ladesäulen aus wissenschaftlicher Sicht beurteilte, und durch Matthias Nesslauer von Energie Südbayern, der für die Umsetzung von Ladelösungen zuständig ist und hier sein Praxiswissen zur Verfügung stellte.

Die Präsentationen zu den Vorträgen stehen auf dieser Seite unten zur Verfügung.

Ausblick: Aufbauend auf diese Fachveranstaltung plant die AG E-Mobilität einen Workshop-Tag zur Erarbeitung einzelner Lösungsansätze.

von links: Josef Allio (Stadtwerke Wasserburg), Matthias Nesslauer (Energie Südbayern), Anton Rahm (Duschl Ingenieure), Alexander Usselmann (Bayernwerk), Jürgen Schmiele (Stadt München, Stadtplanung), Katharina Voggenauer (LRA Rosenheim), Prof. Dr. Dominikus Bücker (TH Rosenheim), Prof. Dr. Sandra Krommes (TH Rosenheim), stellv. Landrat Dieter Kannengießer

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