Nachhaltig in die Zukunft

Jede Menge Vorträge im Samstag-Highlight

Der Klimaschutz hat viele Facetten und schafft somit vielseitige Möglichkeiten selbst aktiv zu werden. „Die Politik vermag einiges, aber ein Stoppzeichen für die Erderwärmung aufzustellen, dass schaffen wir nur als Gesellschaft insgesamt“, so Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber, Schirmherr der Klimafrühling 2021, in seinem Grußwort.

Vom 15. – 17. April 2021 findet der Rosenheimer Klimafrühling 2021 als digitaler Kongress statt.
Der Samstagvormittag ist mit neun abwechslungsreichen Vorträgen gefüllt. In drei parallelen Themenforen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tiefer in die Samstag-Highlights „Energiewende konkret“, „nachhaltiger Lebensstil“ und „für Unternehmen“ eintauchen. Hier geht es um wertvolle Impulse zu aktuellen Trends und wie deren Umsetzung gelingen kann.

ENERGIEWENDE KONKRET

Die Energiewende treibt die Beendigung der Nutzung von fossilen Energieträgern voran und stellt dabei eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar.
Wie gelingt die Energiewende und was brauchen wir dazu? Es ist stets dieselbe Frage, aber es gibt immer wieder neue Antworten. Was spricht heute noch gegen den Ausbau der erneuerbaren Energien? Vielversprechend klingt hier ein Geschäftsmodell mit Win-Win-Situation für Photovoltaik-Anlagen und Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt. Ganz praktisch wird es dann bei den Vorträgen, wie jede/r Einzelne die Sonne als Energielieferant für sich nutzen kann.

NACHHALTIGER LEBENSSTIL

Es gibt viele Merkmale, mit denen Lebensstile beschrieben werden können. Zu einem nachhaltigen Lebensstil gehört ein achtsamer Umgang mit dem Planeten, um den nachfolgenden Generationen die gleichen Chancen zu bieten.
Wie kann ich selbst nachhaltiger Leben? Viele haben hier gleich Einschränkungen und weniger Komfort im Kopf. Aber muss das wirklich sein? Die Landwirtschaft und damit unsere Ernährung spielt im Umgang mit der Natur eine zentrale Rolle. Wie können wir noch mehr umwelt- und sozialverträgliche Landwirtschaft erreichen? Auch bei Kapital und Finanzen kann und soll man an Nachhaltigkeitsziele denken. Wie genau funktionieren nachhaltige Geldanlagen?
Lassen Sie sich inspirieren!

FÜR UNTERNEHMEN

Einfach gesagt: Energieeffizienz ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern auch für den Geldbeutel. So profitieren besonders Unternehmen schnell durch erneuerbare Energien, unter anderem deshalb, weil sie hier vielfältige Handlungsmöglichkeiten haben. Welche (neuen) Wege kann ich mit meinem Unternehmen gehen? Die Eigenschaft „klimaneutral“ wird immer mehr zum „Must-Have“. Wie können Maßnahmen zur Energieeinsparung oder der Einsatz von erneuerbaren Energien in Betrieben sinnvoll umgesetzt werden?

In den Vorträgen am Samstag geht es um „Ressourcenleicht leben und wirtschaften“, wie uns Frau Katrin Bienge, Wissenschaftlerin am Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie gGmbH eingangs in Ihrem Impulsvortrag darstellen wird.
Als Abschluss und Ausblick zum Rosenheimer Klimafrühling 2021 wird uns Fritz Lietsch vom Forum „Nachhaltig Wirtschaften“ erzählen, warum er den Klimawandel als die größte Chance der Menschheit sieht.

In diesem Sinne: Ergreifen wir allesamt die Chancen, die sich anbieten und es möglich machen, gemeinsam die Energiewende und den Klimaschutz nachhaltig zu gestalten.

Das komplette Programm zum Rosenheimer Klimafrühling finden Sie hier.

Für die Teilnahme an der kostenfreien Veranstaltung ist eine Registrierung erforderlich. Hier geht’s zur Anmeldung…
Sollten Sie technische Probleme bei der Anmeldung haben, können Sie uns gerne über info@ezro.de kontaktieren.

Alle Interessierten – ob beruflich oder privat – sind herzlich eingeladen.

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09:15 Uhr
Ressourcenleicht leben und wirtschaften
Katrin Bienge
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

Konsum dient der Befriedigung von Grund- und Lebensbedürfnissen und ist Grundlage von Lebensqualität und wirtschaftlicher Entwicklung. Gleichzeitig beeinflusst der Konsum den Zustand der Umwelt. Privathaushalte tragen dabei in hohem Maße zu globalen Umweltauswirkungen bei und können daher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Es braucht aber auch Unternehmen, die nachhaltige Produkte auf den Markt bringen und die Politik, die Rahmenbedingungen gestaltet.

Das Wuppertal Institut erforscht und entwickelt seit 1991 Leitbilder, Strategien und Instrumente für Übergänge zu einer nachhaltigen Entwicklung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Im Zentrum stehen Herausforderungen der Ressourcen-, Klima- und Energiepolitik in ihren Wechselwirkungen mit Wirtschaft und Gesellschaft. Die Analyse und das Anstoßen von Innovationen zur Entkopplung von Naturverbrauch und Wohlstandsentwicklung bilden einen Schwerpunkt seiner Forschung. Problemfelder, Lösungsansätze und Netzwerke sind dabei gleichermaßen global, national sowie regional und lokal ausgerichtet.

Dipl.-Ing. Katrin Bienge ist seit 2019 Co-Leiterin des Forschungsbereichs „Produkt- und Konsumsysteme“ in der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Seit 2013 ist sie hier Projektleiterin, davor war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am WI. Bevor sie 2008 zum Wuppertal Institut kam, studierte sie Landschaftsplanung an der Technischen Universität Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Nachhaltigkeitsbewertung, nachhaltige Lebensstile und Wertschöpfungsketten und Ressourceneffizienzpotenziale von Technologien und Produkten.

Foto: [Wuppertal Institut]

11:45 Uhr
Der Klimawandel – die größte Chance der Menschheit
Fritz Lietsch
forum Nachhaltig Wirtschaften

Chancen aus Corona und Klimawandel – Corona ist vielleicht nur ein Vorgeschmack für aufkommende gesellschaftliche und ökologische Veränderungen. Betrachten wir die Wirtschaft: Ein Klimalockdown könnte ein finaler Knock out für unseren Wohlstand sein.
Deshalb mein Plädoyer: jetzt innovieren und zu den führenden Change Agents gehören. Jetzt die Chancen nutzen und auch Verantwortung für die Zukunft übernehmen!
Fakten zum Klimawandel gibt es genug. Mögliche Horrorszenarien auch. Wir widmen uns nicht den Gefahren sondern den Handlungsmöglichkeiten und den daraus resultierenden positiven Energien und spannenden Geschäftsmöglichkeiten.

Fritz Lietsch ist Social Entrepreneur, Geschäftsführer des ALTOP Verlages und Chefredakteur des Magazins forum Nachhaltig Wirtschaften.
Fritz Lietsch (Jahrgang 1957) studierte Betriebswirtschaftslehre und Markt- und Werbepsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Schon während seines Studiums (1980-1985) war er als Chefredakteur für Fachzeitschriften tätig, betrieb eine Werbeagentur und erstellte eine Innovationsstudie zu Clean Technologies im Auftrag der Europäischen Kommission in Brüssel.
1984 gründete er als einer der Pioniere der Umweltbewegung die ALTOP Verlags- und Vertriebsgesellschaft für umweltfreundliche Produkte mbH in München, bei der er heute als Geschäftsführer tätig ist.
1986 erschien die erste Ausgabe des ALTERNATIVEN BRANCHENBUCHES, einer umfassenden Marktübersicht ökologisch sinnvoller Produkte und Dienstleistungen.
1997 folgte der Aufbau des Internetportals www.eco-world.de, einem führenden Informationsanbieter für die Themen Ökologie, Ökonomie und nachhaltiges Wirtschaften. Ab 1999 war Fritz Lietsch zudem Initiator und drei Jahre lang Leiter und Moderator der Sendung „Grünstreifen“ auf Radio LORA.
2007 gründete er das Nachhaltigkeitsportal www.forum-csr.net in Kombination mit der Printausgabe „forum Nachhaltig Wirtschaften“.
Fritz Lietsch ist Autor zahlreicher Bücher und Magazinbeiträge. Er arbeitet außerdem als Consultant, Moderator und Referent zu den Themen Öko-Marketing, LOHAS, CSR, Verantwortung für die Zukunft, Biodiversität, e-Mobilität, und Nachhaltigkeit in jedem umweltrelevanten Themengebiet. 2010 war er Preisträger des B.A.U.M.-Umweltpreises.

Foto: Fritz Lietsch

ENERGIEWENDE KONKRET

Portraitfoto von Raimund Kamm Foto: H. Grabe, Rechte: R. Kamm

10:00 Uhr
Wir machen Energiewende
Raimund Kamm
LEE Bayern, Landesvertretung Bayern des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V.

Unsere Klimalage ist dramatischer als viele denken. Denn die Treibhausgasemissionen von heute treffen uns erst in einigen Jahren oder Jahrzehnten mit Katastrophen. Das Leid dann stellen sich viele heute noch nicht vor.
Doch wir haben alle Techniken, uns zu 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien zu versorgen. Für den Strom, den Verkehr, die Wärme sowie die klimaneutrale Grundstofferzeugung von Ammoniak, Chlor, Stahl oder Zement. Naturverträglich, preiswert und zuverlässig

Raimund Kamm, Jahrgang 1952, absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann und ein Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Studium in Augsburg. Er arbeitete unter anderem als Managementtrainer und OE-Moderator. Von 1986 bis 1997 war Raimund Kamm Landtagsabgeordneter für Bayerisch-Schwaben im Bay. Landtag. Er ist viele Jahre als Lehrbeauftragter für Personalmanagement für die Wirtschaftsingenieur-studierenden der Hochschule Pforzheim tätig. Raimund Kamm hat sich seit 1969 in der Freiwilligen-Arbeit in einer Vielzahl von Projekten und Organisationen engagiert. Seit 1986/87 ist er Mitglied im BUND Naturschutz (BN) und im Landesbund für Vogelschutz (LBV). Er war Energiebeauftragter des Bund Naturschutz Kreisgruppe Augsburg (1998/2020). Seit 1998 ist er Vorstand der Bürgerinitiative EWaS, später FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. Von 1999 –2001 war er Vorstandsmitglied des Ökoinstitut Freiburg, Darmstadt, Berlin. Raimund Kamm war als 2. Vorsitzender des Landesverbandes Bayern des BWE (Bundesverband WindEnergie e.V.) tätig (2011/15 ). 2015 und 2019 war er 1. Vorsitzender des Landesverbandes Bayern des BWE. Raimund Kamm war Beisitzer im Bundesvorstand des BWE (2017/19). Seit 2018 ist Raimund Kamm 1. Vorsitzender des LEE Bayern, Landesvertretung Bayern des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE).

Foto: H. Grabe, Rechte: R. Kamm

10:35 Uhr
Auf der Suche nach dem Geschäftsmodell für die Energiewende
Andreas Engl
Erzeugergemeinschaft für Energie in Bayern eG (EEB eG)
Vorstandsvorsitzender und Initiator

Die Energiewende ist politisch beschlossen, von der Gesellschaft gewollt und technologisch möglich. Warum gelingt sie also noch immer nicht? Aus Sicht der EEB eG fehlt allein das Geschäftsmodell. DIE Energiewende muss sich in UNSERE Energiewende verwandeln und die Gesellschaft vertrauensvoll, mehrwertig, modern, unbürokratisch, kostengünstig und sicher versorgen, dann kann sie gelingen. Vorstandsvorsitzender Andreas Engl stellt das Konzept der EEB eG und den aktuellen Stand der Entwicklungen vor.

Andreas Engl studierte zuerst Landschaftsarchitektur und kam über die Möglichkeit ein eigenes Solarfeld auf einem familieneigenen Grundstück zu betreiben mit der Energiewirtschaft in Berührung. Seit 2012 betreibt er das Solarfeld Oberndorf im Landkreis Landshut, das als Solarfeld-Biotop realisiert wurde und mittlerweile über 500 Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Im Anschluss daran schloss er den Masterstudiengang Energiemanagement ab und schrieb seine Masterarbeit über die notwendige Organisation dezentraler Energieerzeuger und -Verbraucher. 2015 gründete er die Erzeugergemeinschaft für Energie in Bayern eG, mit aktuell über 50 Mitgliedern (Biogas, PV-FFA, Windparks). Gemeinsam unterstützen sich die Mitglieder im täglichen Geschäftsbetrieb und gemeinsam bereiten sie sich auf das Post-EEG-Zeitalter vor, in dem sie an unterschiedlichen Forschungsprojekten teilnehmen.
Außerdem gründete er 2016 die regionalwerke, als regionalen Energieversorger und Vorstufe für sein neuestes Projekt, den virtuellen Gemeindewerken.
Mit welchen Mitteln und Ideen sie die Energiewende retten wollen, darauf freuen wir uns jetzt…

Foto: EEB eG

11:10 Uhr (Block mit zwei Vorträgen)
Sonnenenergienutzung im Eigenheim
Franz Lichtner
Solarverband Bayern e. V.

Franz Lichtner vom Solarverband Bayern e. V. hält am Samstag, 17.04.2021 um 11:10 Uhr einen Vortrag zum Thema Sonnenenergienutzung im Eigenheim.

Foto: Franz Lichtner

11:10 Uhr (Block mit zwei Vorträgen)
Strom erzeugen mit Balkonmodulen
Jörg Sutter
DGS Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.

Ein oder zwei Solarmodule an das Balkongeländer angeschraubt – schon kann man selbst bei der Energiewende mitmachen und einen Teil des benötigten Stroms umweltfreundlich selbst erzeugen. Leider ist es in der Umsetzung nicht ganz so einfach, einige wichtige Aspekte müssen beachtet werden, um keine Probleme z.B. mit dem Netzbetreiber oder dem Vermieter zu bekommen. Auf diese Punkte geht Jörg Sutter, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) auf anschauliche Art ein.

Jörg Sutter ist seit 2003 im Bundespräsidium der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) vertreten. Er studierte Physik und beschäftigt sich seit über 20 Jahren beruflich mit dem Bereich Photovoltaik.
Photovoltaik ist einer der wichtigsten REG-Techniken und in den letzten Jahren immer stärker nachgefragt. Balkonsolar ist fast überall nutzbar. Gerade auch für Mieter, die kein eigenes Dach haben, ist diese Möglichkeit interessant.

Foto: Studio Gulyas

NACHHALTIGER LEBENSSTIL

10:00 Uhr
Nachhaltiger Lebensstil – Mach´s doch einfach!
Dr. Julia Kaeß
Deutscher Alpenverein e.V.

Ein nachhaltiger Lebensstil ist gar nicht so schwer. Mit einfachen Mitteln kann jeder seinen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten, sei es im Alltag oder in der Freizeit (z.B. beim Bergsport). Unter dem Motto #machseinfach werden Tipps und Tricks gezeigt, die jede und jeder schnell und einfach umsetzten kann.

Julia Kaeß ist seit 2018 Mitarbeiterin im Ressort Naturschutz und Kartographie im Bundesverband des Deutschen Alpenvereins. Beim DAV ist sie zuständig für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Koordination des Klimaschutzkonzepts. Von 2005 bis 2013 Studium zur Diplom Geographin in München & Kiel mit Schwerpunkt physische Geographie und Bildung für nachhaltige Entwicklung. 2015 bis 2020 Promotion zur Dr. Phil. an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg – Umsetzung von Nachhaltigkeitsthemen im Unterricht.

Foto: [DAV/Franz Günthner]

10:35 Uhr
Umwelt- und sozialverträgliche Landwirtschaft – was können wir dafür tun?
Gertraud Angerpointner
Bio-Bäuerin und Gastwirtin

Die Bauern und Bäuerinnen sehen sich auf der einen Seite einem enormen Preisdruck ausgeliefert, auf der anderen Seite werden von der Gesellschaft immer öfter wichtige Forderungen laut, nach mehr Tier-, Umwelt-, und Klimaschutz, Erhalt der Kulturlandschaft und Artenvielfalt. Vor diesem Spannungsverhältnis stellt sich unweigerlich die Frage, warum Änderungen so schwer sind, könnten sie doch für alle Seiten Verbesserungen bringen. Welche Kräfte können und müssen wir bündeln und wer bremst.

Gertraud Angerpointner ist 1966 geboren. Sie ist aufgewachsen in einem der ersten oberbayerischen Bio-Betriebe. Nach der Lehre auf dem elterlichen Betrieb studierte sie Volkswirtschaft. Seit 1996 ist Gertraud Angerpointner Bäuerin und Gastwirtin auf der Fürmann Alm in Anger. 2008 bis 2020 engagierte sie sich ehrenamtlich in der AbL.

Foto: A. Albrecht

11:10 Uhr
Nachhaltige Geldanlagen
Susanne Hasenhüttl
Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

Die bevorstehende Klimakrise stellt uns vor große Herausforderungen, u.a. wenn es um die Frage der Finanzierung der Energiewende geht. Für Bürger und Bürgerinnen gibt es verschiedene Möglichkeiten sich an der Energiewende auch finanziell zu beteiligen. Die Vortragende skizziert, welche Chancen grüne Geldanlagen bieten. Sie zeigt anhand der Crowdinvesting-Plattform Crowd4Climate, wie erneuerbare Energieprojekte auf den Weg gebracht werden können und diese Projekte gleichzeitig die Möglichkeit bieten, Geld transparent und sinnvoll anzulegen.

Susanne Hasenhüttl begann 2001 im Fachbereich „Ökologische Ökonomie“ als wissenschaftliche Mitarbeiterin ihre Tätigkeit in der ÖGUT in Wien. Sie baute in der ÖGUT das Themenfeld „Nachhaltiger Finanzmarkt bzw. Grünes Investment“ auf und beschäftigt sich seither mit den vielfältigen Fragestellungen in diesem Bereich. Seit 2004 ist sie Leiterin der Nachhaltigkeitszertifizierung für betriebliche Vorsorgekassen und Pensionskassen. Susanne Hasenhüttl ist zudem in unterschiedlichen Fachbeiräten und Jurys vertreten, z.B. in der ASRA-Jury für die besten Nachhaltigkeitsberichte oder in der Jury von GREEN BRANDS. Seit März 2018 ist Susanne Hasenhüttl Mitglied der Geschäftsführung der Crowdinvesting-Plattform Crowd4Climate. Sie studierte in Graz Umweltsystemwissenschaften mit Fachschwerpunkt Volkswirtschaftslehre.

Foto: Petra Blauensteiner, ÖGUT

FÜR UNTERNEHMEN

10:00 Uhr
Gemeinwohl-Ökonomie. Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft
Albert Bernstetter
Koordinator der Regionalgruppe Gemeinwohl-Ökonomie Altlandkreis Wasserburg
Berater Gemeinwohl-Ökonomie, Projektmanagement
Moderator Enkeltauglich Leben

Wir brauchen eine Transformation der Wirtschaft – Jetzt!
Können Sie sich ein Wirtschaftssystem vorstellen, das auf Solidarität, Gerechtigkeit, ökonomischer Verantwortung und Nachhaltigkeit aufgebaut ist? Deshalb möchte ich allen Teilnehmenden, die Gemeinwohl-Ökonomie und das Instrument der Gemeinwohl-Bilanz näherbringen. In der Veranstaltung lernen Sie die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie und die Funktionsweise der Gemeinwohl-Matrix bis hin zur Gemeinwohl-Bilanz kennen. Das Wohl von Mensch und Umwelt wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens.

Albert Bernstetter ist seit mehr als 20 Jahren als ehemaliger Vorstand, selbständige Unternehmer, in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Projektmanagement tätig. Aus seiner langjährigen Erfahrung ist er zur Überzeugung gelangt, dass es Zeit ist, ins Tun zu kommen, um eine bessere, enkeltaugliche Zukunft zu gestalten.
Als einer der Koordinatoren der Regionalgruppe Altlandkreis Wasserburg – gegründet am 28.05.2019 – und „Gemeinwohl-Berater“ für Unternehmen ist es sein Ziel, die Gemeinwohl-Ökonomie und ihre zentralen Werte des menschlichen und unternehmerischen Handelns in der Gesellschaft und in Unternehmen zu etablieren.

Foto: Albert Bernstetter

10:35 Uhr
Das CO2-neutrale Unternehmen
Prof. Dr.-Ing. Dominikus Bücker
Technische Hochschule Rosenheim
Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV)

Ein klimaneutrales Unternehmen – das klingt gut. Aber was bedeutet „klimaneutral“ eigentlich? Wie viel Treibhausgasemissionen verursacht mein Unternehmen? Wie kann ich diese reduzieren? Sind null Emissionen erreichbar? Und was, wenn nicht?
Von der Treibhausgasbilanzierung über Ansätze zur realen Emissionsreduktion bis zur nachhaltigen Kompensation von Restemissionen bekommt der Zuhörer einen Überblick über Handlungsfelder und Rahmenbedingungen auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen.

Dominikus Bücker ist Professor für Energie- und Umwelttechnik an der Technischen Hochschule Rosenheim, Geschäftsführer des Instituts für nachhaltige Energieversorgung (www.inev.de) und wissenschaftlicher Leiter der Energiezukunft Rosenheim (www.ezro.de). Seit 18 Jahren arbeitet er an klimaneutralen Energieversorgungskonzepten und -technologien.
Mit seinem Institut setzt er sich für eine nachhaltige Energieversorgung und eine effiziente Nutzung von Energie ein und unterstützt Kommunen und Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Foto: INEV

11:10 Uhr
PV und E-Mobilität sinnvoll kombinieren im Unternehmen
Hans Urban
Ing.-Büro Hans Urban – Fachberatung Erneuerbare Energie & E-Mobilität

Photovoltaikanlagen sind heutzutage aus vielen Unternehmen kaum mehr wegzudenken. Sie verbessern nicht nur den CO2-Abdruck und senken den Energieverbrauch, sondern sie sind für viele Betriebe mit geeigneten Lastprofilen noch dazu eine absolut rentable und nachhaltige Investition. Noch mehr ökologische und auch ökonomische Vorteile bietet oft die Kombination mit Elektrofahrzeugen im eigenen Betrieb. Gerne begleiten wir Sie bei diesem nächsten Schritt in Richtung Energiewende!

Hans Urban studierte an der TU München Elektrotechnik und Energietechnik. Er arbeitete zwölf Jahre lang in der Projektentwicklung im Bahnbereich bei Schaltbau München. Weitere 16 Jahre war er beschäftigt bei der Schletter GmbH in Haag. Dort war er Gesamtverantwortlicher für den Aufbau des Solarbereichs. Seit 2016 ist er mit seinem Ingenieurbüro freiberuflich tätig. Dabei bringt er Anwendungs-Erfahrung aus über 20 Jahren in den Bereichen Solarthermie, Photovoltaik, Speichertechnik, Energiemanagement und Elektromobilität mit. Ebenso ist er als Gemeinderat und Umweltreferent in der Kommunalpolitik aktiv. Hans Urban wirkte als Referent bereits bei weit mehr als 100 Veranstaltungen zu erneuerbaren Energien mit und übernahm Schulungen, Workshops, Vorträge und Moderationen u. v. m.

Foto: [Hans Urban]

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„Die Warming Stripes vor der Kulisse der Rosenheimer Hausberge“ – Jeder Streifen bildet die globale Durchschnittstemperatur pro Jahr von 1850 – 2017 ab. Die Farbskala zeigt den weltweiten Temperaturanstieg um 1,35 ° C. Erstellt von Ed Hawkins, britischer Klimaforscher und Professor an der Universität Reading , Quelle: http://www.climate-lab-book.ac.uk/2018/warming-stripes/